Informationen zum SeminarDiskussionsforum GroßprädatorenKooperationsveranstaltung Steirische Berufsjäger

Inhalt

KOOPERATIONSVERANSTALTUNG STEIRISCHE BERUFSJÄGER UND STEIERMÄRKISCHE LANDARBEITERKAMMER

DISKUSSIONSFORUM GROßPRÄDATOREN

UND IHRE AUSWIRKUNGEN AUF DIE ARBEITNEHMER*INNEN IN DER LAND- UND FORSTWIRTSCHAFT

In den nächsten Jahren und Jahrzehnten werden wir auch in der Steiermark vermehrt mit großen Beutegreifern wie Bär, Wolf, Luchs und Goldschakal konfrontiert sein. Welche Auswirkungen Arbeitnehmer*innen in der Land- und Forstwirtschaft in der Steiermark bereits jetzt spüren und was noch auf sie zukommen könnte, soll im diesjährigen Diskussionsforum thematisiert werden.  

Dr. Blaschka, Geschäftsführer des Österreichzentrums Bär, Wolf, Luchs (mit Sitz in Irdning) sowie

Dr. Pfannenstiel, Diplombiologe und Experte für Großprädatoren aus Deutschland, geben uns mit Ihren Impulsreferaten Einblick in die aktuelle Situation rund um die großen Beutegreifer in Österreich und Deutschland. Im Anschluss daran gibt es die Möglichkeit für das gesamte Publikum, Statements abzugeben bzw. brennende Fragen zu diesem Thema gemeinsam mit den Experten zu diskutieren.

IMPULS DR. ALBIN BLASCHKA

Österreich ist wie seine Nachbarn mit großen Beutegreifern wie Bär, Wolf, Luchs und Goldschakal konfrontiert. Verwaltungsgrenzen, egal ob Bezirk, Bundesland oder Staat, stellen für diese Tiere keine Hindernisse dar. Weshalb besonders Verwaltung, Landnutzer und Tourismus über diese Grenzen hinweg vor neuen Herausforderungen durch diese Tiere stehen. Die Beutegreifer, allen voran der Wolf, lösen von Bewunderung über Skepsis bis hin zu Angst und Verärgerung so ziemlich alle Befindlichkeiten beim Menschen aus.

In diesem Impulsreferat wird sich Dr. Blaschka ausgehend von der Biologie und dem Verhalten des

Wolfes zentralen Fragen widmen:

• Finden Wölfe noch Platz in unserer heutigen Kulturlandschaft und den intensiv genutzten Gebieten?

• Wie können wir unsere Weidetiere schützen?

• Welche Veränderungen müssen wir in Kauf nehmen?

Abgerundet wird der Beitrag mit einer Vorstellung des Österreichzentrums Bär, Wolf, Luchs sowie einer Erläuterung des Tätigkeitsfeldes in Bezug auf ein möglichst konfliktarmes Zusammenleben zwischen Menschen und Beutegreifern. Dies braucht eine gut organisierte Grundstruktur und gemeinschaftliches Vorgehen in Form von Aufklärung, Prävention und Herdenschutz.

IMPULS DR. HANS-DIETER PFANNENSTIEL

Seit der Wiedervereinigung und dem Ende der Bejagung des Wolfs in der DDR sind Reproduktions- und Ausbreitungsdynamik von Canis lupus in Deutschland und Europa ungebrochen. Inzwischen leben in Deutschland mehr als 100 Wolfsrudel. Die Wolfsmanagementpläne der Bundesländer haben keinen Einfluss auf die Wolfsbestände. Sie versuchen, die ländliche Bevölkerung zu beruhigen und Schäden der Weidewirtschaft durch Vorschriften zu Schutzmaßnahmen, vorwiegend Zäune, zu begrenzen und Verluste an Weidetieren durch Zahlungen zu kompensieren. Nach wie vor allerdings steigen Wolfsbestände und Weidetierverluste exponentiell parallel an. Das Wettrüsten zwischen Wolf und Weidetierschutz geht unvermindert weiter. Die Politik verhindert unter dem Druck von Teilen der Bevölkerung eine dringend notwendige Überführung des Wolfs in Deutschland von Anhang IV nach V der FFH-Richtlinie sowie die überfällige planmäßige Bejagung dieses Topprädators. Europäische Nachbarn zeigen, dass Artenschutz und Bejagung von Isegrim sich nicht ausschließen.


Zielgruppe

Beschäftigte in der Land- und Forstwirtschaft, Jagdverbände, die Almwirtschaft und Vertreter*innen aus der Politik

Veranstaltungsort

HBLA für Forstwirtschaft , 8600 Bruck an der Mur, Steiermark

Referenten

Dr. rer.nat. Albin Blaschka
Geschäftsführer Österreichzentrum Bär, Wolf, Luchs in Irdning-Donnersbachtal

Univ.-Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel
Diplom-Biologe und Experte für Großprädatoren in Deutschland

Startdatum

14.10.2022

Seminarzeiten

Fr, 14. Oktober 2022, 9:00 bis 11:30 Uhr

Kosten

Kostenlos, da gefördert von LAK Steiermark, Steirische Berufsjäger Vereinigung

Anmeldeschluss

30.09.2022

Gefördert von